Gesundheitlicher Aspekt beim Marathon

Eins ist klar: Experten raten dringend davon ab, einen Marathon untrainiert und isoliert zu absolvieren. Es ist nicht gesund, und im schlimmsten Fall führt ein solcher Versuch zu Verletzungen, Erkrankungen und Folgeschäden. Ein gutes und regelmäßiges Marathon-Training kann allerdings sehr gesund sein. Besonders profitieren davon das Herz-Kreislauf-System, der Stoffwechsel und die Skelettmuskulatur.

Gesundheitliche Aspekte vom Laufsport

Marathon laufen kann also gesund sein, wenn es denn richtig betrieben wird. Neben dem richtigen Training spielt auch das Alter eine Rolle. Wer die Fünfzig überschritten hat, sollte sich vorerst nicht zu viel vornehmen. Es sollte weniger um die Zeit, sondern eher darum gehen, das Ziel zu erreichen. Ob man dafür sechs Stunden oder mehr braucht, ist erst einmal zweitrangig. Dringend anzuraten ist außerdem vorab eine medizinische Untersuchung. Überprüft werden sollte der Zustand von Herz und Kreislauf. Denn Vorsicht ist besser als Nachsicht, auch wenn der plötzliche Herzstillstand sogar bei älteren Läufern sehr selten ist. Die richtige Ernährung mit genügend Elektrolyten ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil eines gesundes Lauftrainings. Genügend pflanzliche Proteine und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind Pflicht.

Nach einem sehr hartnäckigen Mythos führt intensives Lauftraining auch zum Verschleiß der Knie. Eine frühere Untersuchung von Läufern des London Marathons konnte aber zeigen, dass dem nicht so ist. Stärker beansprucht waren die Sehnen, während sich das Knochenmark von Unter- und Oberschenkel in der Trainingszeit stabilisiert hatte.

Man darf sich außerdem nicht scheuen, auch im Winter bei kalten Temperaturen laufen zu gehen. Wie man an Wintersportlern sieht, ist Sport bei Kälte nicht gesundheitsschädlich, ganz im Gegenteil. Auch bei Regen zu laufen stellt kein Problem dar, solange man wasserabweisende Kleidung trägt. Wenn die Kleidung durchweicht ist, sollte man allerdings schleunigst den Rückweg nach Hause antreten.

Es gilt also: Wer sich zuvor mit der Sportart differenziert auseinandersetzt und alle Empfehlungen befolgt, muss keine Verletzungen fürchten und kann sich als Belohnung über eine verbesserte Gesundheit und ein neues Körpergefühl freuen.