Spannende Fakten über den Marathon

Die Legende besagt, dass vor langer Zeit, im Jahr 409 vor Christi Geburt, ein Bote die Strecke von vierzig Kilometern nach Athen zurücklegte, um den Sieg der Athener in der Schlacht von Marathon zu verkünden. Unglücklicherweise soll er unmittelbar nach der Überbringung der frohen Botschaft tot umgefallen sein. Zur Beruhigung: Bei Marathonläufen passiert das heute nur noch äußerst selten. Trotzdem drängt sich im Anschluss dann die Frage auf, weshalb der moderne Marathon eine Strecke von rund 42 Kilometern umfasst.

Die Antwort lässt sich finden, wenn man zurück zu den Olympischen Spielen des Jahres 1908 blickt. Das Ziel lag im Olympischen Stadion. Zeitgleich sollte die königliche Loge des Schlosses Windsor den Startpunkt ausmachen, sodass man die Strecke einfach um zwei Kilometer und ein paar Meter verlängerte.

Rekorde

Der erste Sieger des Marathons von vierzig Kilometern benötigte mehr als drei Stunden! Heute wäre das vielleicht noch eine gute Zeit im Bereich der Hobby-Athleten, zu den Spitzensportlern, die teilweise für die Strecke heute eine ganze Stunde weniger benötigen, würde man allerdings nicht mehr zählen. Im Durchschnitt brauchen Marathonis heute um die vier Stunden, um einen Lauf von 42 Kilometern abzuschließen.

Sexismus im Marathon

Lange kursierte die aberwitzige und groteske Vorstellung, Frauen wären für eine derart anstrengende Disziplin wie den Marathon zu schwach und zu zerbrechlich. Deshalb ist der Marathon erst seit 1984 auch eine Disziplin für Frauen. Diese Vorstellung ist nicht nur peinlich absurd: Die aktuellen Zeiten, welche Spitzensportlerinnen beim Marathon laufen, bleiben für viele männliche Marathonläufer nur ein Traum.

Fun Fact: Die Regelung begründete man damals damit, dass Frauen durch zu langes, häufiges Laufen die Gebärmutter verlieren könnten oder noch schlimmer – dass ihnen ein Schnurrbart wachsen könnte!

Während sich vorne die Profis duellieren, laufen die hinteren Ränge meistens eher gegen sich selbst. Es gewinnt, wer den Marathon schafft. Läufer, die es durchs Ziel schaffen, betitelt man als sogenannte Finisher.